Sind spirituelle Menschen seltener krank?

Vor einiger Zeit bin ich ein paar Mal auf das Thema Gesundheit und Spiritualität angesprochen worden.

Bei allen Gesprächen kamen wir an den Punkt, wo es schwer wurde, eine klare, einfache und eindeutige Antwort zu geben.
Wenn man sein Bewusstsein erweitert, hohe Lichtenergien aufnimmt und an sich arbeitet, um Undienliches zu erlösen, kann der physische Körper dann noch krank werden?
Ich habe sogar von einer Freundin gehört, dass es sie beruhige, dass auch ich noch krank werden könne - offenbar hatte sie mich als etwas "Besseres" wahrgenommen, das aufgrund ihrer spirituellen Betätigung in irgendeinen erhabeneren Seins-Zustand vorgerückt sein musste.

Das hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Was bedeutet es, wenn trotz aller "Bewusstseins-Bemühungen" eine (unheilbare) Krankheit auftritt, hat der Mensch dann etwas falsch gemacht? Ist er noch nicht rein genug? Nicht tief genug im Vertrauen, in der Absicht, in der Liebe ...? Muss er noch üben? Wo liegt der "Fehler", der behoben werden muss, damit es funktioniert?

Schließlich heißt es, dass es möglich ist, dass wir nach dem Aufstieg in vollkommener Gesundheit, Jugend, Fülle etc. leben.

 

Es ist wichtig, die Verantwortung für das Gesundsein des Körpers zu übernehmen. So weit so gut.

Hat dann ein spiritueller Mensch einfach Pech gehabt, wenn er eine unheilbare Krankheit entwickelt? Ist es eine Prüfung? Hat er diese am Ende nicht bestanden, wenn er an der Krankheit sterben sollte? Hat er versagt? Ist er selber schuld?

 

Welch Grausamkeit zeigt sich dann in so einer Verknüpfung!

 

Da ist ein Mensch, der leidet und verzweifelt ist, dessen Leben bis in die Grundfesten erschüttert wurde. Und dann findet er keinen Halt, weil er - so alleingelassen und auf sich selbst geworfen er sich auch fühlt - alles nur selbst angerichtet hat und offenbar zu dumm ist, um den Ausweg zu erkennen!

Die psychischen Folgen solch einer Logik mag ich niemandem auch nur in Worten zumuten.

Ich befürchte der Austausch des Schicksals-Konzepts, das uns so lange ohnmächtig hat sein lassen, gegen ein Selbst-Verschulden-Konzept macht es nicht besser. Schreit da nicht in uns etwas auf: "Wieso hat mir keiner geholfen zu verstehen? Ich hätte es doch anders gemacht! Wieso schaffen es andere, aber ich nicht?" Und man könnte sich so paralysiert und absolut ratlos vorkommen wie der Mann in Franz Kafkas Prosatext "Vor dem Gericht" - ein ganzes Leben lang bemüht er sich um Einlass, probiert alles aus, um in das Gericht zu gelangen, weicht nicht von der Schwelle ... und stirbt irgendwann vor der Türe. Diese Türe zum Gericht war nur für ihn bestimmt und der Türwächter schließt sie nun. Wie ernüchternd und sinnlos!

 

So sehr wir von der Faszination des Ausspruchs Juvenals (Mens sana in corpore sano - ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper) beeindruckt sein mögen - es ist einer der am meisten fehlinterpretierten Sätze der Menschheitsgeschichte und hat den Wahnsinn des Dritten Reichs und sogar heute noch die Selbst-Optimierungs-Epidemien angetrieben.

Vollständig heißt der Satz Juvenals nämlich: Betet, dass ihr einen gesunden Geist und einen gesunden Körper habt.

Und darin liegt die Versöhnlichkeit!

 

Wenn Dinge im menschlichen Leben nicht vollkommen sind (und noch sind sie das nicht und wir wissen auch nicht, wann das anders sein wird, auch wenn wir uns noch so große Hoffnungen machen und fest daran glauben ... wir können unser ganzes Leben mit dieser Hoffnung auf ein besseres Sein in der Zukunft verbringen), dann bleibt uns nur eines:

Die Hingabe an Gott.

Die Liebe, die in der größten Hoffnungslosigkeit fließt, lässt uns kompromisslos im Hier und Jetzt ankommen und das energiezehrende Hadern und Enttäuscht-Sein und Sich nicht gut genug fühlen überwinden.

Und nicht nur im christlichen Glauben ist dieses Ankommen im all-einen Augenblick der Schlüssel zum Schloss, auch im Buddhismus (obwohl dort nicht von Gott die Rede ist).

Dieser Zustand des Losgelöst-Seins und gleichzeitig mitten im Leben-Seins ermöglicht uns eine tiefe Annahme und ein Ahnen auf unsere wahre Größe.

Es ist kein Augeben im Sinne eines Sich-Geschlagen-Gebens, sondern ein Aufgeben der Widerstände gegen die Unwägbarkeiten des Lebens.

 

Auch - und in unserem menschlichen So-Sein - GERADE ein unvollkommenes Leben, durch das die wundersame Leuchtkraft des Göttlichen schimmert, ist ein vollkommenes Leben!

 

Hören wir also auf, uns selbst fertig zu machen, wenn etwas in unserer Vorstellung nicht funktioniert oder nicht so erwünscht ist oder nicht so sein soll etc.

Seien wir liebevoll zu uns und lassen wir die Hartherzigkeit.

Erlauben wir uns, langsam und behutsam zu sein, wo die Ungeduld an uns zerrt und das Feld der Möglichkeiten zu einem Druck aus Machbarkeits-Zwang verkehrt ist.

Urteilen wir nicht über den Zustand unserer Seele und ihrer Reinheit oder Unreinheit, sondern tauchen wir ein in den süßen Augenblick, in dem wir uns einfach nur gut, geborgen, geliebt und versorgt fühlen.

Hilfe ist da - oft völlig unerwartet und magisch!

Nehmen wir uns selbst sanft und gütig in den Arm, um uns zu wiegen und uns zuzulächeln!

Dieser Zustand erlöst!

Und ich kann fühlen: Ja, es ist in Ordnung, auch als spiritueller Mensch krank zu sein. Ich habe nichts falsch gemacht. Ich vergleiche nicht. Ich habe Hochachtung vor jedem individuellen Lebensweg. Jedes Leben ist einzigartig - so auch mein eigenes:

 

Mein Leben hat etwas, was nur ich durch es ausdrücken kann. Kein anderer! Und dieses "Etwas" darf ich selbst wählen ... es darf ganz klein und unscheinbar sein, es muss nicht groß und bombastisch sein ... es darf zärtlich und still sein, es muss nicht verzweifelt die ganze Welt retten ... es darf bewegt oder ruhig sein, mit vielen Menschen geteilt oder nur mit wenigen ...

Und immer ist es besonders und unersetzlich wertvoll!

 

Am kommenden Heilenergiefeld werde ich gezielt mit den Inneren Bildern arbeiten, aus deren Energie heraus wir manifestieren. Wie ich festgestellt habe, manifestieren die meisten nicht aus ihrem Quellzustand heraus, sondern aus Schichten, die sich über diesen energetischen Zustand gelegt haben und die nicht nährend sind.
Ein Wiedereintauchen in unseren Quell-Zustand und Gestalten unseres Quell-Bildes wirkt sich unmittelbar auf unsere Körper aus - ganz eindrücklich auch auf unseren phyischen Körper, unser Nervensystem, unsere Hormone, den Muskeltonus etc.! Und dann, wenn wir keine Wunder erwarten, tauchen sie auf einmal auf!

 

Bitte meldet euch mit eurem Thema bis spätestens Donnerstag, 20:00 Uhr an unter info@luminas-licht.de

oder über das Kontakt-Formular.


Heilenergiefeld, Freitag, 8. Februar 2019, 17-19 Uhr.

Fernteilnahme oder vor Ort.

Alle Informationen findest du auch hier.

 

 

Infos zur Englandreise: Es gibt noch Plätze für Kurzentschlossene! Bitte meldet euch zeitnah, wenn ihr noch mit nach Avalon reisen möchtet. Es wird die letzte Pilger-Reise auf den alten Priesterwegen und zum Seelenbaum Avalons sein.

 

 

Ich freue mich auf euch!

 

Eure Regina Lumina

 

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Katrin (Montag, 04 Februar 2019 14:00)

    Liebe Regina,
    Bitte binde mich energetisch in dieses Heilenergiefeld mit ein..
    persönlich kann ich leider nicht dabei sein !
    Ganz liebe Grüße!
    Katrin

  • #2

    Regina (Montag, 04 Februar 2019 15:16)

    Liebe Katrin, sehr gerne!
    Bitte hinterlasse noch deine E-Mail-Adresse, damit ich dich kontaktieren kann!
    https://www.luminas-licht.de/kontakt/